Der Kapitalismus ist die Krankheit der Unzufriedenheit, die Krankheit der Gier, die einer grossen Unsicherheit entspringt. Der materielle Wert soll den eigenen Wert untermauern, die eigene Unsicherheit übertünchen.
Kapitalismus ist eine Form der Ausbeutung geworden, einerseits gegenüber anderen Menschen, aber letztendlich auch gegenüber sich selbst. Die Konsumgüter vermögen nie ein angenagtes Selbstbewusstsein zu verbessern, vielleicht anfänglich – aber nicht dauerhaft.

Die Konsumgüter schaffen kein Vertrauen in die eigenen Kräfte. Letztendlich wünscht sich jeder Mensch Geborgenheit, Vertrauen, Respekt im Kreise lieber Menschen. All dies geben Konsumgüter nicht, sie ziehen zwar Menschen an, die sich vielleicht Freunde nennen, aber auch nur bis zur Pleite oder dem nächsten Trend. Solche Freundschaften sind teuer – finanziell und seelisch, sie höhlen aus. Darum bedeutet in diesem Sinne weniger Konsum mehr Zeit für sich, für den Weg zur eigenen Kraft. Darum investiere lieber in dich, in dein Bewusstwerden, in deine Freiheit, die dich losbindet von Zwängen aller Art. Mache dich auf den Weg zu dir selber, werde dein eigener Freund.
Erkenne dich in deiner Kraft, so wirst du frei von Bindung und kannst dich gleichzeitig in neue Kontakte hineingeben. Diese werden sich dadurch unterscheiden, dass sie frei von Erwartungen sind. Das heisst nicht, dass du einen „Egotrip“ veranstalten sollst,  denn das wäre genauso ein Konsumverhalten, wenn auch ein getarntes.
Die Zeit mit Dir bringt dich zu deiner Kraft, deinen Fähigkeiten, deinen Möglichkeiten und diese sind unendlich. Diese Unendlichkeit ist deine unbezahlbare Freiheit.