Gott, in dem Sinne wie der Begriff in den letzten Jahrhunderten gebraucht wurde, ist in diesem Verständnis nicht gemeint. Es ist weder eine hierarchische noch ein männliche Energie.
Es ist eine Quelle der Kraft, in der männliche und weibliche Energien vereint sind und doch nicht sind. Gott bedeutet in unserem Verständnis eine Urkraft, eine Ursprungskraft der Freiheit, der Offenheit und der Bereitschaft, sich zu finden.
Es schmerzt uns festzustellen, wie der Begriff “Gott“ durch die Religionen missbraucht und instrumentalisiert wurde und immer noch wird. Es werden Kriege geführt, die unter dem Banner eines „Gottes“ stehen. Dieser hat jedoch überhaupt nichts mit Gewalt, Ausbeutung und Besitzergreifen zu tun.
In Gottes Namen wurde auf der Erde viel Leid und Not verbreitet. Auch hier hatte diese Ausübung von Druck und Macht rein gar nichts mit der Kraft „Gottes“ zu tun.
Es schmerzt uns festzustellen, dass ein Wort, welches anfänglich für eine reine Kraftquelle der Freiheit stand, durch unsere Zivilisation und durch unsere Religionen in Ketten gelegt und missbraucht wurde und Menschen in Unglück und Verlust gestürzt hat. Der Mensch selbst hat seine eigene Kraft missbraucht, um andere zu unterdrücken.
Das Ziel der Quellenkraft war und ist immer die Freiheit: die Freiheit des Denkens, des Handelns in Respekt sich selbst und anderen gegenüber. Deshalb braucht es keine Zwangsstrukturen, Dogmen und Normen. Ein freier Mensch mit Respekt und Achtung für sich und seine Mitmensch- und Umwelt braucht niemanden zu knechten, weil er erkennt, dass Fortschritt nur im gemeinsamen freien Willen gelingt. Entwicklungen in Zwängen führen zu Repression, zu Depression, zu Angst, zu Schuld, zu Leid und Krankheit. Das war und ist nie das Ziel der Quelle.

Die Quelle, die Gegenwart Gottes steht für Freiheit, weil die Kraft selber frei ist. Das Leben wirkt in sich selbst, gepresst wird in Erpressung, gedemütigt wird in Schmerzen. Keine Lebenskraft rechtfertigt Krieg und Ausbeutung und Elend.
Es sind die menschlichen Züge des Egoismus im Mantel des Materialismus, die sich hinter diesen Machenschaften verbergen und nicht Gott. Man bedenke, in Worten wie „Kampf“ und „Krieg“ ist nie Friede. Diese Worte sind getränkt von Macht, Ausbeutung, Missachtung des Respekts. So gibt es keine „Kriege im Namen Gottes“, keine „Heiligenzüge“. Dies waren Ausbeutungszüge, geplant von Menschenhand, gefangen in Egoismus und Grössenwahn. Keine Quelle des Lebens und der Kraft hatte dies zum Ziel. Das Leben bekämpft sich selber nicht. Es erneuert sich, es wächst und stirbt, dies jedoch in den Zyklen der Natur, in Zyklen der Zeit.
Diese sind unabhängig vom Machthunger gefangener Geister.
Das Leben schöpft sich selber, erneuert sich selber aus der Quelle selbst.