In der heutigen Welt steht Geld an oberster Stelle. Alles scheint käuflich und erwerbbar zu sein.  Man handelt mit Waren, mit Menschen, mit Gefühlen und sogar mit Dingen, die nicht existent und damit gar nicht wirklich besitz bar sind.
Dieser Handel mit allen Erdengütern hat eine groteske Form angenommen. Mitunter bietet man sich selber gar zum Verkauf an. Es herrscht ein Ausverkauf der Eitelkeiten und der Emotionen, aber auch ein Verkauf von Grässlich- und Hässlichkeiten. Alles wird verkauft, verhandelt, versteigert. Alle Dinge, die uns im tiefen Grunde gar nicht gehören, sondern nur ausgeliehen sind.
Wir sind streng genommen nur Gast hier auf Erden, was wir an Reichtum der Natur vorfinden, wurde uns als Gastgeschenk zur Verfügung gestellt.
Niemandem käme es in den Sinn, des Gastgebers Wohninventar zu versteigern oder im Internet anzubieten. Doch geht es bisweilen recht ähnlich auf der Erde zu und her. Der Verkauf hat nicht einmal vor uns selber Halt gemacht.
Wir verkaufen Gefühle, Körper, Meinungen, Familienmitglieder und was ist der Gegenwert?  Was glauben wir uns zu erkaufen? Worin sehen wir den Sinn, bereits Vorhandenes, bereits Geschenktes weiterzuverkaufen? Fragen wir uns zeitweilig,  welchen Wert das alles wirklich hat? Den Wert, den wir uns selber geben?  Den Wert, der das Gekaufte für uns selber hat? Ist er im Gleichgewicht oder sind die Wünsche ins Unermessliche gewachsen? Wo wollen wir hin mit all den erkauften Dingen? Welches ist der Sinn im Erkauften? Was ist unser eigener Wert? Was ist uns das Leben wert? Das Eigene? Und das aller Kreaturen?
Was kostet Glück?

Suche deinen Wert, deinen Sinn und vergessen wir nicht zu Danken. Wir sind alle nur zu Gast auf Erden.